Mein Freund, der Roboter Wie weit darf Robotik und KI gehen?

Ich habe zwei neue Freunde gewonnen. Sie hören auf die Namen Diego und Amadeo. Die beiden sind zwei beharrliche Kerle. Ununterbrochen haben sie sich um mich gekümmert. Mit mir Stunde um Stunde geübt. Gesprochen haben sie eigentlich wenig, oder besser gar nicht.

Wir haben uns in der Reha in Hessisch Oldendorf kennengelernt. Dort habe ich die Zeit nach meinem Schlaganfall verbracht. Im Armlabor haben wir gemeinsam mit meinem rechten Arm geübt. 35 wundervolle Stunden lang. Wir haben Fahrstühle bedient und Äpfel von Bäumen gepflügt. Die beiden haben sich nie beschwert und ihren Job immer hochpräzise wiederholt. Ihr habt es bestimmt schon gemerkt. Ich spreche von Roboterunterstützung in der Therapie, hier in meiner Ergotherapie.

Diego ist eher der starke von den beiden. Er war für meinen Arm verantwortlich. Was mein Freund so kann, seht ihr hier. Amadeo war eher der Filigrane. Kunststück, wenn man genau wie Mozart heißt. Daher haben wir beide uns auf meine Finger konzentriert. Wie genau, seht ihr hier.

Meine Ergotherapeutin Heike war immer dabei. Sie musste die beiden Geräte einstellen. Dann konnte es losgehen. Bei den präzisen Bewegungen sind Diego und Amadeo Heike überlegen. Sie langweilen sich nie. Damit war aber Heikes Aufgabe noch nicht erledigt. Sie musste mich anleiten, wie man so schön sagt. Sie hat mir die jeweilige Übung erklärt und vor allem angepasst, wenn es noch nicht richtig lief. Weiter hat Heike gewusst, wie ich zu nehmen bin und mich richtig motiviert. Das können die beiden nicht, sie ziehen einfach ihren Striemel durch. Und Heike ist ein Sonnenschein. Sie hat auch vom Alltag draußen erzählt, den Kontakt trotz Lockdown zur Welt nicht abreißen lassen.

Amadeo und Diego haben mich begeistert. Sie sind mit der Grund, warum ich dies heute schreiben kann. Ich habe mich dafür noch aus der Reha bei der Firma Tyromotion aus Graz bedankt. Ohne Heike, meiner Therapeutin an meiner Seite kann ich mir eine Behandlung durch Diego und Amadeo aber nicht vorstellen. Niemand, der auf mich eingeht, der mit mir lacht und auch mal leise ist, wenn es Rückschläge gibt. Niemand der tausend Ticks kennt, um Motivation und Erfolge zu erzeugen. Nein, in so einer Welt möchte ich nicht leben.

Daher ein großes Dankeschön an Heike, Diego und Amadeo und die Mitarbeiter von Tyromotion als gesamtes Team, wo es auf jeden einzelnen ankommt.

Sehr geehrter Herr Schlenkert,

mein Name ist Alexander Kollreider, ich bin Gründer und Geschäftsführer der Tyromotion. Sie können sich gar nicht vorstellen welche Freude Sie mir und dem gesamten Team mit Ihrer Email gemacht haben. Positive Nachrichten erhält man gerade jetzt ohnehin sehr selten.

Ich wünsche Ihnen für Ihren Reha-Prozess weiterhin alles Gute.

Freundliche Grüße aus Graz,

Alexander Kollreider

Antwort von Tyromotion

Foto von Alex Knight von Pexels

Veröffentlicht von oschlenkert

männlich, 52 Jahre, verheiratet, 1 Kind, mitten im Leben ... und dann kam der Schlaganfall.

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