Und auf geht’s zur zweiten Station meiner Digitalen Reise

Der E-Patientenakte (ePa). Wie schon einmal beschrieben, hat sich durch den Schlaganfall eine Menge Papier! angesammelt. Wäre es nicht schön, diese Berichte mit Ärzten und Therapeuten digital teilen zu können?

Ja, aber erst einmal, wie erfolgt eigentlich der eigene Zugriff auf die Patientenakte? Antwort, mit dem Smartphone. Jedoch etwas anders, als man dies bei anderen Apps so gewohnt ist. Freut euch schon mal auf ein mindestens 12-stelliges Passwort. Datenschutz steht dabei hoch im Kurs. Danach erfolgt die Identifikation per Videoanruf. Sprich, ich musste beweisen, dass ich ich bin. Hatte ich bisher auch noch nirgendwo gemacht. Also eher etwas für IT affine Menschen. Eher wohl weniger für die Masse der Nutzer geeignet.

Und, was kann man dann mit der ePA machen? Tja, erst mal nicht so viel. Man kann laut Dokumentation seine Notfalldaten erfassen. Das Problem, da kommen die Rettungsdienste nicht ran. Die kommen höchsten an die Gesundheitskarte. Und auf diese wiederum habe ich keinen Zugriff. Ehrlich gesagt hilft mir meine Smartwatch dort deutlich mehr.

Ich habe meine sechs Medikamente hinterlegt. Ihr erinnert euch vielleicht, ab drei Medikamenten hat man das Recht auf Ausstellen des bundeseinheitlichen Medikationsplans. Wechselwirkungen zwischen Medikamenten können so besser vermieden werden.

Nicht alle Medikamente sind gut miteinander verträglich. Der E-Medikationsplan sichert medikationsrelevante Informationen zentral auf der elektronischen Gesundheitskarte. So haben vor allem bei integrierten Behandlungen alle behandelnden Ärztinnen und Ärzte die Gesamtmedikation im Blick.

Gematik.de

Nun, bei mir wurden alle sechs Medikamente von der MHH erst verordnet. Ich gehe mal davon aus, dass die Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten vorher geprüft wurden. Weitere Funktionalität konnte ich bei den Medikamenten nicht entdecken.

Also erst einmal ist die ePA nur für mich. Ich habe jedoch schon meinem Hausarzt Zugriff auf die Akte erteilt. Gar nicht so einfach, weil man ihn aus einem Verzeichnis heraussuchen muss und die Eingabe des Klarnamens nicht sofort zum Treffer führt. Das nächste Mal, wenn ich bei ihm eine Impfung erhalte, egal ob Grippe- oder Covidimpfung, werde ich darauf drängen, diese zukünftig in meiner Gesundheitsakte zu vermerken. Das Gleiche werde ich bei meinem Zahnarzt machen, das Bonusheftchen wird dann überflüssig. Und Ende März habe ich einen Termin bei meiner Neurologin. Vielleicht hat sie ja auch ein neues Dokument für meine Akte?

Ich werde meine digitale Reise fortsetzen und in unregelmäßigen Abständen an dieser Stelle berichten. Habt ihr auch schon Erfahrungen mit digitalen Gesundheitsanwendungen? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar.

Foto von Bhupendra Singh von Pexels

Startbildschirm ePA

Veröffentlicht von oschlenkert

männlich, 52 Jahre, verheiratet, 1 Kind, mitten im Leben ... und dann kam der Schlaganfall.

Ein Kommentar zu “Und auf geht’s zur zweiten Station meiner Digitalen Reise

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