Digitale Alternativen nutzen

Eigentlich sollte ich heute auf dem Deutschen Seniorentag sein. Aber der wurde wegen Corona ins Digitale verlegt. Dort hätte ich auf dem Stand des BDH hoffentlich mit vielen Senioren gesprochen. Das geht nun nicht mehr, aber ich habe mir eine Alternative überlegt.

Ich kenne mich berufsbedingt als Softwareproduktmanager ganz gut mit dem System der Pflegegrade aus. Deswegen möchte ich hier einen Tipp dazu einstellen.

Googelt mal nach „Pflegegradrechner„. Dort könnt ihr prüfen, ob ihr überhaupt Anspruch auf einen Pflegegrad hättet. Natürlich ohne Gewähr. Das erspart vielleicht die Antragsstellung oder ihr stellt gerade einen Pflegegradantrag aufgrund dieses Selbsttestes?

Mir hat die Seite von Pflege.de ganz gut gefallen. Man muss seine E-Mail-Adresse zwar angeben, erhält periodisch aber viele interessante Informationen über die Pflege und das zugrundeliegende Abrechnungssystem. Einiges war auch mir neu.

Einer von zahlreichen Pflegegradrechnern

Ich habe den zugrundeliegenden Fragenkatalog zweimal durchlaufen. Einmal mit meiner Schwiegermutter, mit folgender Fragestellung. Kommt für mich überhaupt ein Pflegegrad infrage?

Weiter einmal mit meinem Vater. Hier war die Fragestellung etwas anders gelagert. Er besitzt den Pflegegrad 2 und wollte wissen, ob eine Erhöhung infrage kommt?

Das Gute, die Fragen sind normiert. Sie schimpfen sich NBA. Dieses wird in gleicher oder mindestens sehr ähnlichen Form auch im MDK Gespräch nach der Antragsstellung verwendet.

Im neuen Begutachtungsassessment (NBA) werden nach Schwere der Beeinträchtigung in den Bereichen der Selbständigkeit Punkte vergeben. Mit ihnen wird dann mittels einer Skala von 0 bis 100 der Pflegegrad ermittelt. Anhand dieser Punkte erfolgt die Einteilung der Pflegebedürftigen in eine der fünf Pflegegrade.

Google

Die Alltagskompetenz bzw. Selbstständigkeit wird anhand von sechs Lebensbereichen und zwei zusätzlichen Bereichen erfasst. Diese sogenannten Module werden bei der Bewertung der Alltagskompetenz unterschiedlich gewichtet. So wird beispielsweise der Bereich „Selbstversorgung“ mit 40 % gewichtet, der Bereich „Mobilität“ hingegen mit 10 %.

http://www.wohnen-im-alter.de

Die Bedienung ist eigentlich ganz einfach. Die Eingaben und das Ergebnis werden gespeichert. Ich habe den Umgang mit der Software meinem Vater gezeigt. Jetzt kann er ganz selbständig alle Punkte erneut überprüfen, wenn seine Situation das erfordert. Bei meiner Schwiegermutter ist es etwas schwieriger. Die hat kein Internet. Zum Leidwesen meiner Tochter, wenn wir Oma besuchen. Hier bleibt zukünftig nur der Weg per Telefon.

Foto von Matthias Zomer von Pexel

Veröffentlicht von oschlenkert

männlich, 52 Jahre, verheiratet, 1 Kind, mitten im Leben ... und dann kam der Schlaganfall.

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