Neues Jahr neues Glück?

Ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gekommen? Neues Glück, wohl kaum.

Bis vor kurzem hatte ich ein günstiges NZZ Abo. Jetzt ist es leider abgelaufen. Gerade als ich diesen für mich sehr interessanten Artikel entdeckt habe.

Wie sieht es mit der Qualität der Messungen von Smartwatches aus? Und die Antwort unerreichbar hinter der Paywall des Artikels.

Nicht unbedingt. Einfach Foto machen und die KI auffordern, danach im Internet zu recherchieren.

Smartwatches liefern zunehmend brauchbare Gesundheitsdaten – doch ihre Verlässlichkeit variiert je nach Messwert und Modell.

Hier ist eine Zusammenfassung aktueller Erkenntnisse zur Zuverlässigkeit von Gesundheitsdaten aus Smartwatches:


🧠 Wie zuverlässig sind Gesundheitsdaten von Smartwatches?

Messwert Verlässlichkeit Bemerkungen
Herzfrequenz & Rhythmus Hoch (±3 % Abweichung) Besonders bei hochwertigen Modellen wie Apple Watch und Samsung Galaxy Watch A B

EKG-Funktion Gut, aber nicht medizinisch zertifiziert Kann Hinweise auf Vorhofflimmern liefern, ersetzt aber keine ärztliche Diagnose A C


Schlaftracking Mittelmäßig Erkennt Schlafphasen grob, aber keine klinisch validen Schlafstörungen C


Kalorienverbrauch Niedrig (15–21 % Abweichung) Besonders bei günstigeren Modellen wie Fitbit ungenau B

Sauerstoffsättigung (SpO₂) Moderat bis gut Werte sind brauchbar, aber nicht für medizinische Entscheidungen geeignet B


🔍 Studienlage und Expertenmeinungen

  • Studienvergleich mit medizinischem Equipment: Eine Meta-Analyse von 24 Studien mit über 430.000 Teilnehmer:innen zeigt, dass Smartwatches bei Herzmetriken wie Puls und Rhythmus relativ präzise sind – mit nur etwa 3 % Abweichung gegenüber professionellen Geräten B.
  • Kalorienmessung problematisch: Besonders bei günstigen Modellen wie Fitbit wurden teils gravierende Abweichungen festgestellt. Nach Entfernung dieser Geräte aus der Analyse verbesserten sich die Ergebnisse deutlich B.
  • Praxistests in Kliniken: Ärzte bestätigen, dass Smartwatch-Daten bei Notfällen hilfreich sein können – etwa wenn Patient:innen EKG-Streifen mitbringen. Dennoch sind sie nur ein Anhaltspunkt, keine Diagnose A.

⚠️ Grenzen und Risiken

  • Keine medizinische Zulassung: Die meisten Smartwatches sind nicht als medizinische Geräte zertifiziert. Ihre Daten dürfen nicht als alleinige Grundlage für Diagnosen oder Therapien dienen.
  • Datenschutz: Gesundheitsdaten sind sensibel. Die Sicherheit und Weiterverwendung durch Hersteller ist nicht immer transparent C.
  • Modellabhängigkeit: Hochpreisige Modelle wie Apple Watch oder Samsung Galaxy Watch liefern deutlich präzisere Daten als günstige Alternativen C.

Bestätigt ja meine eigenen Erfahrungen aus diesem Beitrag

Das Thema Datenschutz hat für mich in diesem Fall nicht den größten Stellenwert. Die Vorteile überwiegen für mich bei weitem die Nachteile. Anmerkung, beim Thema ePA sehe ich das völlig anders. Dort habe ich der Verwendung widersprochen.

Lediglich ein Nachteil ist zum Jahresanfang bei mir aufgetreten. Ich lasse mich zweimal am Tag an meine Medikamenteneinnahme über die Uhr erinnern. Der Anbieter hat die App jetzt jedoch kostenpflichtig gemacht.

Aber auch kein echtes Problem. Ich bin einfach auf die kostenlose App von Apple umgestiegen. Die informiert jetzt sogar über Wechselwirkungen. Selbstverständlich ist das nur ein Indikator. Euer Apotheker ist hier die richtige Wahl. Habt ihr ihn schon mal danach gefragt. Würde mich interessieren.

Welche Erfahrungen habt ihr bei Smartwatches im medizinischen Bereich. Benutzt ihr eine oder lehnt ihr das ab? Welcher Hersteller bietet eurer Meinung nach den meisten Mehrwert. Hinterlasst gerne einen Kommentar.

Veröffentlicht von oschlenkert

männlich, 52 Jahre, verheiratet, 1 Kind, mitten im Leben ... und dann kam der Schlaganfall.

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