Wichtige Lektionen

Ich bin jetzt schon dreimal bei meiner T-Rena Reha nach der Reha gewesen. Ich muss sagen, ich finde das Konzept des Kraftaufbaus mittels medizinischer Trainingstherapie nach meinem Schlaganfall sehr gut. Und es hat einen weiteren gewichtigen Vorteil für mich.

Die Therapie ist auch samstags möglich. Das entlastet meine Arbeitswoche spürbar. Ich kann euch sagen, Schlaganfalltherapie und Arbeiten sind nicht immer einfach zu vereinbaren. Bisher war ich dreimal dort, einmal dienstags nach der Arbeit und zweimal samstags.

Nachspiel

Das An- und Abmelden erfolgt über einen Barcode, den man vor eine Kamera hält. Damit hatte ich beim ersten Mal ziemliche Probleme und auch der Dame am Empfang ging es bei ihren Versuchen nicht viel besser. Hinter uns hatten sich gleich zwei weitere Damen angestellt, die ebenfalls Probleme mit ihrer Anmeldung hatten. Nach einigen Gemeinsamen Versuchen hatten wir dann die genaue Position mit dem Abstand zur Kamera gefunden.

Beim zweiten Termin das gleiche Ergebnis. Der Barcode wurde wieder nicht erkannt. Diesmal aber eine andere Empfangsdame. Sie wäre nur zur Aushilfe da, aber so verkündete sie mit resoluter Stimme, sie kenne da einen Trick. Das mit den Anmeldeproblemen käme häufiger vor und würde viel Zeit für die Nachbuchungen verursachen.

Sie drucke mir einen neuen Tagesplan. Dieses Formular hatte ein paar kleine Abweichungen zum Terminplan, den mir die Einrichtung per Post zugesendet hatte. Unter anderem war der gleiche Barcode abgebildet, jedoch diesmal deutlich größer. Und siehe da, das Abmelden funktionierte sofort und absolut fehlerfrei.

Logisch, ich nutze jetzt immer dieses Formular für die Anmeldung. Und bisher immer ohne Probleme. Für mich als Projektmanager im IT-Bereich eines großen deutschen Konzerns habe ich jetzt drei wichtige Lektionen gelernt.

Achte auf die Aussagen deiner Anwender. Wenn sie etwas bemängeln, kann sich hier ein generelles Problem verbergen, welches in der Korrektur viel Zeit benötigt.

Frage das Personal. Habe keine Angst vor vermeidlich dummen Fragen. Die allermeisten Menschen wollen helfen, für vieles gibt es ganz einfache Lösungen.

Und abschließend, du kannst einen digitalen Prozess konzipieren, der einen aufwendigen analogen Prozess ersetzt. Wenn du ein Detail falsch planst (Größe eines Barcodes), erzeugst du mehr analogen Arbeitsaufwand als du einsparen wolltest.

Die Kollegen der Einrichtung waren wohl nicht so einsichtig. Laut eigener Aussage hatte die Empfangsdame das Problem und ihre Lösung wohl schon mehrfach gemeldet. Wie ist eure Erfahrung mit digitalen Prozessen? Was läuft gut, was eher schlecht? Hinterlast gerne einen Kommentar.

Foto von Andrea Piacquadio: https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-im-roten-langarm-das-auf-kreidebrett-schreibt-3769714/

Veröffentlicht von oschlenkert

männlich, 52 Jahre, verheiratet, 1 Kind, mitten im Leben ... und dann kam der Schlaganfall.

4 Kommentare zu „Wichtige Lektionen

  1. Da wo ich T-Rena gemacht habe, war noch aller analog und ist auch heute noch so, einfach nur in einer Liste eintragen.
    Bei der Reha-Einrichtung hatte man einen Chip und eine Schranke vor der Muckibude, da durfte man nur zu bestimmten Zeiten hin. Ich war einmal 5 min. zu früh, bin denn zusammen mit einen anderen durch die Schranke, das merkt das System und hat ganz laut Alarm geschlagen. Bin froh, dass ich von den Leuten nicht gelyncht worden bin.

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    1. Danke für deine Antwort. Mir ist das wirklich ernst. Man muss die eigene Arbeit immer wieder hinterfragen. Das ist mir bei diesem Beispiel wieder einmal klargeworden. Hin und wieder lese ich meine alten Beiträge, ähnlich wie ein Tagebuch. Dieser wird mich dann mahnen.

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