Starke Frauen / etwas wagen

Ich bin ein politisch interessierter Mensch. Vor Kurzem habe ich ein Interview mit Barack Obama gesehen. Sehr eloquent. Als Erfolgsrezept beschreibt Obama, dass er zeit seines Lebens von starken Frauen umgeben war. Da musste ich unwillkürlich an Dorothea denken. Sie war eine Zeit in der Reha meine Tischnachbarin im Speisesaal. Über 80 Jahre alt, aber voll da. An allem interessiert, lass sie ihre Tageszeitung auf dem Tablet. Irgendwann kam die Sprache auf den ausgeübten Beruf. Bei Dorothea konnte ich diesen nicht erraten. Dachdecker, ihr Mann hatte eine eigene Firma, sie machte das Büro. So weit, so typisch. Ihr Mann wurde krank und verstarb früh. Dorothea stand mit zwei relativ jungen Kindern von einem auf den anderen Tag alleine da. Also hat sie den Laden weiter geführt. 10 Jahre lang. Sie hat ihren Lehrling nach seinem Fachbuch gefragt, um die ihr fehlenden Grundlagen in kürzester Zeit nachzuholen. Wann hast du die Zeit für das alles gehabt? Auf diese Frage von mir erwiderte sie, ihr Tag hätte dann eben um drei oder vier Uhr begonnen. Eh die beste Zeit zum ungestörten Arbeiten.

An dieses Gespräch erinnere ich mich, wenn mir die Dinge in meinem Alltag zu viel werden. Die Lösung befindet sich häufig in uns. Man muss nur den Mut finden und wirklich bereit sein. Merke aber, die Lösung sieht manchmal anders aus, als wir sie uns bisher vorgestellt haben.

Veröffentlicht von oschlenkert

männlich, 52 Jahre, verheiratet, 1 Kind, mitten im Leben ... und dann kam der Schlaganfall.

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