Habt ihr gute Vorsätze zum neuen Jahr gefasst? Seit ihr noch dabei oder habt ihr diese schon wieder aufgegeben?
Neujahrsvorsätze sind beliebte Ziele für das neue Jahr, die oft Gesundheit (gesünder essen, mehr Sport), Finanzen (sparen), soziale Beziehungen (mehr Zeit mit Familie/Freunden), Medienkonsum (weniger soziale Medien), Rauchen/Alkohol und persönliche Entwicklung (weniger Stress) betreffen, aber oft schon nach wenigen Wochen wieder aufgegeben werden, da sie zu ambitioniert gesetzt werden, anstatt kleine, konkrete Schritte zu planen, wie Psychologen empfehlen.
Ich habe in der Reha Ende letzten Jahres viel Sport gemacht. Kein Kunststück, war ja genug Zeit zwischen den Therapien.
Im neuen Jahr möchte ich diesen Elan und diese Form nicht sofort vollständig wieder aufgeben. Trotz meiner Hemiparese.
Daher nehme ich an der Neujahrsherausforderung meiner Uhr teil. Ich habe gemerkt, ich kann mich gut motivieren, wenn es sich für mich „leicht“ nach Wettkampf anfühlt und der Impuls eher von außen kommt.
Doch die Realität sieht oft anders aus: Bereits nach wenigen Wochen werfen viele ihre Vorsätze über Bord. Eine Studie der Universität Scranton zeigt, dass nur etwa 8 Prozent der Menschen ihre Neujahrsvorsätze langfristig umsetzen. Andere Erhebungen kommen zu dem Ergebnis, dass schon in den ersten Wochen mehr als ein Viertel aller Vorsätze wieder aufgegeben wird.
Neue Vorsätze erfordern dagegen bewusste Entscheidungen und aktive Kontrolle. Das kostet Energie und Durchhaltevermögen – vor allem in stressigen Phasen des Alltags. Vage oder zu ambitionierte Ziele verlieren dann schnell an Bedeutung und geraten in Vergessenheit.
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Wie meist geht es eher um Kontinuität als um ein eine einmalige Zielerreichung.
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Zwei Nachteile habe ich. Ich muss wieder arbeiten. Und ich habe meine Bewegungsenergie noch in der Reha um 10 Prozent erhöht. Vielleicht etwas leichtfertig. Und ganz nebenbei ist wirklich echter Winter mit echten Schnee und ich als Schwerbehinderter bin wenig draußen.
Psychologische Forschung zeigt: Gute Vorsätze scheitern seltener, wenn sie realistisch, konkret und alltagsnah formuliert sind. Entscheidend ist dabei nicht allein der Wille, sondern die Art der Planung.
Konkret und realistisch planen
Der Psychologe Jan Rummel von der Universität Heidelberg betont, dass Vorsätze möglichst konkret formuliert und in kleine, machbare Schritte unterteilt werden sollten. Statt „Ich will mehr Sport machen“ sei ein klarer Plan hilfreicher, etwa: „Ich gehe jeden Freitagabend eine Stunde schwimmen.“
Wichtig sei zudem, sich realistische Ziele zu setzen und einen gewissen Spielraum einzuplanen. Niemand setze Vorsätze perfekt um. Hilfreich könne es sein, das Ziel nicht an 100 Prozent festzumachen, sondern beispielsweise daran, es in 80 Prozent der Wochen einzuhalten.
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Was habt ihr für gute Vorsätze im Bereich Bewegung und Sport im neuen Jahr? Und sprecht ihr überhaupt über sowas bevor das Projekt beendet ist oder es abgebrochen wurde? Hinterlasst gerne einen Kommentar. Ich bin sehr neugierig auf eure individuellen Antworten.
