Es gibt Dinge die sich verbessert haben. Zum Beispiel durch das E Rezept. Vor drei Tagen war ich noch bei meiner Neurologin. Blutuntersuchung.
„Ich melde mich dann. Verordnung kommt auf die Karte.“
Danach ging es in die Reha. Früher wäre das ein Problem gewesen. Wie wäre ich jetzt an die Verordnung herangekommen? Heute ganz einfach.
Heute liegen die Probleme woanders. Hier gibt es nicht wie in Hannover fünf bequem zu erreichende Apotheken.
In Allendorf gibt es noch zwei, in Bad Sooden keine mehr. Bedeutet einen Fußmarsch von zwei Kilometern. Danach natürlich wieder zurück.
Das macht mich nachdenklich, wenn ich noch ein paar Jahre älter wäre. Wir sollten mit unserer lokalen Medikamentenversorgung verantwortungsvoll umgehen. Sonst gibt es bald auf dem Lande keine in fußläufig erreichbarer Nähe mehr.

Im Durchschnitt versorgen 21 Apotheken etwa 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in
Deutschland. Doch es gibt durchaus regionale Unterschiede zwischen Ostsee und Alpen:
Je nach Bevölkerungszahl, Ausdehnung und Struktur von Städten und Landkreisen kann die
Apothekendichte variieren. Die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln
ist derzeit aber überall gewährleistet.
Abda.de




Das Präparat war natürlich nicht vorrätig. Die Apotheke liefert es aber Montag in die Klinik. Man muss auch mal Glück haben.
Wenn ich mir ansehe in welchen Einkommensklassen Apotheker/innen sich angewöhnt haben zu leben und dann Vergleiche mit anderen europäischen Ländern ziehe fällt ein deutlicher Unterschied auf: Medikamente sind in Deutschland extrem teuer.
Und Apotheker verdienen üppig mit.
Das gesamte Gesundheitswesen baut darauf auf Ärzte, Apotheker und Kassen maximal zu bezahlen und minimales zu leisten.
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