Jokers

Ich lese viel, Wenn ich darüber nachdenke , Eigentlich immer. Und das schon seit meiner Jugend. Das hat sich auch nach meinem Schlaganfall nicht geändert. Gott sei Dank, muss ich sagen. Wenn ich nicht mehr lesen könnte, wäre ich untröstlich. Das wäre und ist die schlimmste Strafe für mich.

Allerdings habe ich angefangen, meine Lesegewohnheuten etwas zu verändern. Ich lese jetzt auch über meine Krankheit, das Gehirn und die Neurologie als Wissenschaft, die sich mit den Wundern um dieses Organ beschäftigt.

Unser Gehirn ist in der Lage, sich selbst nach einer Krankheit zu reparieren. Ich bin Techniker. Dort gibt es nichts vergleichbares dazu. Ich habe das auch länger nach meinem Schlaganfall nicht gewusst. Es gibt ein tolles Buch dazu. Habe ich schon mal besprochen und den Beitrag hier mal verlinkt.

Neustart (im Kopf) – Mein Evangelium vom Wunder der Neuroplastizität (2 von 2)

Mir bietet dieses Buch viel Hoffnung und Motivation, dass sich auch 4 Jahre nach meinem Schlaganfall noch etwas an meinen noch vorhandenen Einschränkungen ändern kann und verlorene Fähigkeiten zurückkommen.

Keine Weltwunder natürlich, aber Dinge, dass ich jetzt mit Intensiver Hilfe meiner Physiotherapeutin meinen Fuß auch rechts auf der Außenkante positionieren kann.

Von anderen und ihren Erfolgen zu lesen, erzeugt bei mir die notwendige Motivation, eigene Ziele weiter mit viel Zeitaufwand zu verfolgen.

Gesteuert werden diese Muskelbewegungen alle von unserem Gehirn. Also gilt diesem Wunderding meine besondere Aufmerksamkeit.

Jetzt habe ich ein neues Buch entdeckt. Von einem berühmten Neurologen. Hört sich doch gut an, oder?

Oliver Sacks war der berühmteste Neurologe der Welt. Mit seinen Fallgeschichten hat er uns einen neuen Blick auf Krankheiten und Abweichungen gelehrt: was bei …

… einem Patienten auf den ersten Blick als Störung erscheint, ermöglicht oft besondere Fähigkeiten der Wahrnehmung.
Mit diesem Buch hat Sacks eine von fesselnder Energie getriebene Autobiographie vorgelegt. Ehrlich und anrührend beschreibt er die wichtigsten Stationen seines Lebens – das enge Großbritannien der Nachkriegszeit, das anarchische Kalifornien der frühen Sechziger, schließlich das ewig pulsierende New York. Ob er in der Forschung tätig ist oder in der klinischen Praxis, konstant bleiben die Begeisterung für die Arbeit mit den Patienten und das Schreiben darüber.
Gerühmt für seine feinsinnigen Fallgeschichten, analysiert Sacks hier seinen eigenen Fall: Er erzählt von erfüllter und unerfüllter Liebe, der Beziehung zu seiner jüdischen Medizinerfamilie, zeitweiliger Drogensucht und exzessivem Bodybuilding, und von unbändigen Glücksgefühlen auf den Road Trips durch die Weiten Nordamerikas. Die Lebensbilanz eines außergewöhnlichen Mediziners – und das Meisterwerk eines großartigen Erzählers.

Jokers.de

Das Buch ist bei Jokers.de für 6,99 € zu haben. Das ist nicht viel Geld für ein wenig mehr an Motivation nach meiner Krankheit. Für die, die Jokers nicht kennen. Jokers ist ein Restbuchverwerter, der Auflagen nach Auslaufen der Buchpreisbindung aufkauft.

Die haben einen ganz tollen Papierkatalog, der monatlich rauskommt und auf den ich mich immer sehr freue, wenn er im Briefkasten liegt.

Und die Sechzigerjahre. Ich traue es mich gar nicht zu sagen, aber das war schon fast meine Zeit. Sieht schon schnieke aus, mit Lederjacke und Motorrad und so.

Oliver Sacks, mein Leben. Gerade bestellt.

Veröffentlicht von oschlenkert

männlich, 52 Jahre, verheiratet, 1 Kind, mitten im Leben ... und dann kam der Schlaganfall.

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